Dating App Burnout: 78% der Nutzer sind ausgebrannt
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Dating App Burnout: 78% der Nutzer sind ausgebrannt

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SparkChambers Redaktion Unser Team von Beziehungsexperten
4 Min. Lesezeit

78 Prozent. Das ist keine Vermutung, keine Schätzung. Das ist die Zahl, die eine aktuelle Umfrage ergab. Fast acht von zehn Dating-App-Nutzern fühlen sich ausgebrannt.

Und ehrlich? Mich überrascht das nicht.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache

Die Umfrageergebnisse zeigen ein deutliches Bild: Der Großteil der Singles ist müde. Müde vom endlosen Swipen, von Gesprächen die im Sande verlaufen, von Dates die sich anfühlen wie Bewerbungsgespräche.

Bei Gen Z sieht es noch düsterer aus. 79% dieser Altersgruppe berichten von Erschöpfung durch Dating-Apps. Das sind die Leute, die mit Smartphones aufgewachsen sind. Wenn selbst die Digital Natives keine Lust mehr haben, dann läuft etwas grundlegend schief.

Der Match.com Singles in America Report (durchgeführt mit dem Kinsey Institut) bestätigt das: 53% aller Singles berichten von einer generellen Dating-Müdigkeit. Mehr als die Hälfte.

Offline Dating erlebt ein Comeback

Hier wird es interessant. Während Dating-Apps Nutzer verlieren, haben Speed-Dating-Veranstaltungen plötzlich Wartelisten. Ja, Speed-Dating. Das Format, das viele für tot erklärt hatten.

Leute wollen wieder echte Gesichter sehen. Stimmen hören. Körpersprache lesen. Diese Information bekommt man nicht durch ein Profilfoto oder eine Textnachricht.

Die Business of Apps Statistiken für 2026 zeigen einen Trend, der sich abzeichnet: Singles löschen Apps und kehren zu traditionellen Methoden zurück, um Leute kennenzulernen.

Warum sind alle so müde?

Das Problem ist nicht Online-Dating an sich. Das Problem ist, wie die meisten Plattformen funktionieren.

Swipe links. Swipe rechts. Endlose Profile. Immer auf der Suche nach der nächsten Option. Das Gefühl, selbst nur eine Option unter Tausenden zu sein.

Dating-Apps haben das Kennenlernen gamifiziert. Und wie bei jedem Spiel kommt irgendwann der Punkt, an dem man keine Lust mehr hat zu spielen.

Dazu kommt: Die schiere Masse an Optionen macht es paradoxerweise schwerer, eine Entscheidung zu treffen. Psychologen nennen das die Paradoxie der Wahl. Mehr Auswahl führt nicht zu besseren Entscheidungen, sondern zu Lähmung und Unzufriedenheit.

Was bedeutet das für dich?

Wenn du dich beim Dating ausgebrannt fühlst, bist du nicht allein. Sehr weit davon entfernt, tatsächlich.

Die Frage ist: Was tun?

Eine Möglichkeit ist der komplette Rückzug ins Offline-Dating. Funktioniert für einige. Aber nicht jeder hat die Zeit oder die Gelegenheit, ständig auf Events zu gehen.

Die andere Möglichkeit: Die Art, wie du Online-Dating angehst, fundamental ändern.

Weniger swipen. Bewusster auswählen. Qualität statt Quantität. Das klingt einfach, erfordert aber einen Plattformwechsel. Die meisten Apps sind auf Masse ausgelegt, nicht auf Tiefe.

Der Unterschied zwischen Masse und Verbindung

Hinge hat kürzlich in ihrer Dating Forward Studie etwas Interessantes festgestellt: Singles wünschen sich weniger oberflächliche Matches und mehr echte Verbindungen.

Das ist kein Widerspruch zu Online-Dating. Das ist ein Widerspruch zu schlechtem Online-Dating.

Die Plattformen, die überleben werden, sind die, die verstehen: Leute suchen keine unendlichen Optionen. Sie suchen eine Handvoll echter Verbindungen.

Die Zukunft des Kennenlernens

Der Dating-Burnout ist real. Die Statistiken beweisen es. Aber das bedeutet nicht, dass du aufgeben musst.

Es bedeutet, dass du klüger vorgehen musst. Plattformen wählen, die auf echte Verbindungen setzen statt auf Masse. Dir selbst erlauben, nicht jeden Tag aktiv zu sein. Qualität über Quantität stellen.

Und vielleicht ab und zu auch mal offline gehen. Ein Speed-Dating-Event ausprobieren. In einen Club gehen. Einen Workshop besuchen.

Die 78% sind eine Warnung. Aber sie sind auch eine Chance. Denn wenn fast alle müde vom gleichen Spiel sind, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die Regeln zu ändern.


Häufig gestellte Fragen

Dating App Burnout beschreibt die emotionale Erschöpfung durch übermäßiges Swipen und enttäuschende Online-Dating-Erfahrungen. Laut Forbes Health sind 78% der Nutzer davon betroffen, bei Gen Z sogar 79%.

Die Hauptgründe sind die Gamifizierung des Kennenlernens (endloses Swipen), die Paradoxie der Wahl (zu viele Optionen führen zu Entscheidungslähmung), und die oberflächliche Natur der meisten Dating-Apps, die auf Masse statt Qualität setzen.

Ja, eine bewusste Pause kann helfen. Viele Singles nutzen die Zeit, um ihre Dating-Strategie zu überdenken, sich auf Offline-Aktivitäten zu konzentrieren, oder zu Plattformen zu wechseln, die auf echte Verbindungen statt endloses Swipen setzen.

Speed-Dating-Events erleben ein Comeback, Community-basierte Plattformen wie SparkChambers setzen auf Qualität statt Quantität, und viele Singles kehren zu traditionellen Methoden zurück: Clubs, Workshops, gemeinsame Hobbys.


Du willst Dating anders erleben? SparkChambers setzt auf Qualität statt endloses Swipen. Echte Profile, echte Verbindungen.

Quellen & Referenzen

  1. 1 eine aktuelle Umfrage ergab
  2. 2 Match.com Singles in America Report
  3. 3 Business of Apps Statistiken für 2026
  4. 4 Dating Forward Studie