KI-Dating 2026: Norton-Studie zeigt 77% würden KI daten, während Einsamkeit auf 81% steigt
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KI-Dating 2026: Norton-Studie zeigt 77% würden KI daten, während Einsamkeit auf 81% steigt

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SparkChambers Redaktion Unser Team von Beziehungsexperten
5 Min. Lesezeit

77% der Online-Dater in den USA würden eine Beziehung mit einer KI eingehen. Gleichzeitig fühlen sich 81% der Befragten einsam.

Das sind keine abstrakten Statistiken. Das sind drei von vier Menschen, die ernsthaft in Erwägung ziehen, sich in einen Chatbot zu verlieben, weil ihnen echte Verbindung fehlt.

Norton hat diese Zahlen im Januar 2026 in ihrem Report "Artificial Intimacy" veröffentlicht. Ich hab mir den kompletten Report angeschaut, und die Geschichte dahinter ist noch verstörender als die Schlagzeile.

Die Zahlen zum KI-Dating im Detail

Norton befragte 1.000 Online-Dating-Nutzer in den USA zwischen Juli und August 2025. Was dabei rauskam:

59% glauben, sie könnten romantische Gefühle für eine KI entwickeln. Mehr als die Hälfte.

63% sind überzeugt, ein KI-Partner oder eine AI Freundin wäre emotional unterstützender als ein Mensch. Denk mal drüber nach: Zwei von drei Menschen vertrauen einem Algorithmus mehr als einem echten Partner.

Noch krasser: 78% würden einem KI-Beziehungscoach mehr vertrauen als Freunden oder Familie. Nicht einem Therapeuten. Einem Bot.

Bei Gen Z und Millennials fühlen sich 89% einsam. Neun von zehn Menschen unter 40 haben niemanden, mit dem sie wirklich reden können.

KI-Dating und Einsamkeit in Deutschland

"Amerikaner halt. Die haben sowieso keine echten Freunde."

Nicht so schnell. Das Einsamkeitsbarometer der Bertelsmann Stiftung zeigt: 46% der 16- bis 30-Jährigen in Deutschland fühlen sich einsam. Bei Singles unter 30 steigt die Zahl auf 35,9%. Mehr als doppelt so viel wie im Bevölkerungsdurchschnitt.

17 Millionen Deutsche leben allein. Stell dir vor: Jeder fünfte Mensch in diesem Land kommt nach Hause und niemand ist da. Jeden Abend. Jedes Wochenende. Das sind 20,6% der Bevölkerung.

Die Kehrseite: Dating-Betrug explodiert

Norton blockierte allein im vierten Quartal 2025 über 17 Millionen Dating- und KI-Dating-Betrugsversuche. 19% mehr als 2024. Die Betrüger lernen schneller als die Opfer.

Leyla Bilge leitet bei Norton die Scam-Forschung. Sie sagt es unverblümt: "Wenn Einsamkeit hoch ist, kann Vertrauen online sehr schnell entstehen, um diese Leere zu füllen. Und genau darauf verlassen sich Betrüger."

Die Zahlen geben ihr recht: 44% aller Online-Dater wurden bereits angegriffen. Von denen sind 74% tatsächlich auf den Betrug reingefallen. Das heißt: Wenn du online datest, kennst du statistisch mindestens drei Leute, die schon mal Geld an einen Fake-Account überwiesen haben.

Bei SparkChambers setzen wir auf verifizierte Profile, um Betrüger von vornherein auszuschließen. Unsere Sicherheitstipps für Online-Dating helfen dir, echte Verbindungen von Betrugsversuchen zu unterscheiden.

Was Experten über KI-Beziehungen sagen

Beziehungsforscher haben einen Begriff dafür: "Pseudo-Intimität". Eine emotionale Verbindung, die sich echt anfühlt, aber nur in eine Richtung geht. Die KI gibt dir das Gefühl, verstanden zu werden. Aber sie versteht nichts.

UCLA-Forscher haben 2025 etwas Erschreckendes entdeckt: Menschen, die regelmäßig mit KI-Begleitern interagieren, verlieren Empathie. 19% weniger als vor der Nutzung. Sie verlernen, echte Menschen zu lesen.

In virtuellen Beziehungen warnen Beziehungswissenschaftler vor dieser simulierten emotionalen Verbindung ohne echte Gegenseitigkeit. Dating-Expertin Sarah Louise Ryan warnt: "Übermäßiges Vertrauen kann dazu führen, dass Menschen ihren eigenen Gedanken nicht mehr trauen und vor echten Menschen mehr Angst haben als je zuvor."

Das ist nicht Science-Fiction. Das passiert jetzt gerade.

KI-Dating: Was bedeutet das für dich?

Kann KI beim Dating helfen? Klar. Zum Üben schwieriger Gespräche, zur Selbstreflexion, als Werkzeug.

Aber wenn du anfängst, die KI dem echten Menschen vorzuziehen, weil sie nie widerspricht, nie schlechte Laune hat, nie unvorhersehbar ist, dann ist das kein Werkzeug mehr. Das ist Flucht.

Echte Beziehungen sind kompliziert. Der andere Mensch hat schlechte Tage. Sagt Dinge, die wehtun. Versteht dich manchmal falsch. Aber genau das. Die Reibung, die Überraschung, die Momente wo du nicht weißt, was als nächstes kommt. Genau das macht es echt.

Eine KI kann dir das nicht geben. Sie kann deine Einsamkeit betäuben. Aber nicht heilen.

Gerade angesichts der steigenden Einsamkeit in Deutschland braucht es echte Verbindungen. Auf SparkChambers triffst du Menschen. Mit Ecken und Kanten. Die manchmal nerven. Die dich überraschen. Die echt sind.

Unsere Tipps für echte Beziehungen zeigen dir, wie du Verbindungen aufbauen kannst, ohne dich auf Algorithmen zu verlassen.


Häufig gestellte Fragen

77% der befragten Online-Dater in den USA gaben an, dass sie eine Beziehung mit einer KI in Betracht ziehen würden. Bei jüngeren Generationen liegt dieser Wert vermutlich noch höher. Die Norton-Studie 2026 zeigt, dass diese Offenheit direkt mit der Einsamkeitskrise zusammenhängt.

81% fühlen sich einsam. Bei Gen Z und Millennials sogar 89%. Und dann kommt die KI: Immer verfügbar. Nie genervt. Versteht dich "perfekt". (Weil sie programmiert ist, das zu sagen, was du hören willst.)
Kein Drama. Keine Kompromisse. Keine Risiken. Klingt verlockend, oder? Bis du merkst, dass es auch keine echte Verbindung ist.

Eine AI Freundin ist ein virtueller Begleiter, der emotionale Unterstützung simuliert. Apps wie Replika bieten solche KI-Partner an. Experten warnen: Diese virtuelle Beziehung fühlt sich echt an, aber die Verbindung ist einseitig. Die KI passt sich deinen Wünschen an, fordert dich aber nie heraus, wie es ein echter Mensch tun würde.

Experten warnen vor "Empathie-Atrophie", einem Rückgang der sozialen Fähigkeiten durch mangelnde Übung in echten Beziehungen. Als ergänzendes Werkzeug kann KI hilfreich sein. Als Ersatz für menschliche Verbindung birgt sie Risiken. Die UCLA-Studie zeigte einen 19-prozentigen Rückgang der Empathie bei regelmäßigen KI-Nutzern.

Norton blockierte über 17 Millionen Dating-Betrugsversuche allein im vierten Quartal 2025. Das entspricht einem Anstieg von 19% gegenüber dem Vorjahr. 44% aller Online-Dater wurden bereits zum Ziel von Betrügern. Bei SparkChambers setzen wir auf Verifizierung und Sicherheitsmechanismen, um diese Risiken zu minimieren.

Eine virtuelle Beziehung verbindet zwei echte Menschen online. Eine KI-Beziehung ist eine Verbindung zu einem Algorithmus. Der Unterschied: In virtuellen Beziehungen gibt es Gegenseitigkeit, Überraschungen, echte Emotionen. KI-Partner sind programmiert, dich nie zu enttäuschen. Aber genau deshalb können sie auch nie wirklich da sein.

Quellen & Referenzen

  1. 1 Report "Artificial Intimacy"
  2. 2 Einsamkeitsbarometer der Bertelsmann Stiftung
  3. 3 20,6% der Bevölkerung
  4. 4 Leyla Bilge
  5. 5 UCLA-Forscher
  6. 6 Beziehungswissenschaftler
  7. 7 Sarah Louise Ryan