Situationship: Was es ist, woran du sie erkennst und wie du damit umgehst
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Situationship: Was es ist, woran du sie erkennst und wie du damit umgehst

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SparkChambers Redaktion Unser Team von Beziehungsexperten
14 Min. Lesezeit

Du triffst dich regelmäßig mit jemandem. Ihr schlaft miteinander, redet stundenlang, verbringt Wochenenden zusammen. Aber wenn dich jemand fragt, was ihr seid, zuckst du mit den Schultern. "Es ist kompliziert." Das ist eine Situationship.

Der Begriff taucht immer öfter auf, und das hat einen Grund. Immer mehr Menschen befinden sich in genau dieser Grauzone zwischen "wir daten" und "wir sind zusammen". Tatsächlich zeigen Daten von Tinder einen Anstieg um 49% bei Nutzern, die "Situationship" in ihren Profilen erwähnen. Eine Situationship ist nicht automatisch schlecht. Sie kann sogar genau das sein, was du gerade brauchst. Aber sie kann auch zur emotionalen Zerreißprobe werden, wenn ihr nicht wisst, wie ihr damit umgehen sollt.

Was ist eine Situationship? Die Bedeutung erklärt

Was ist eine Situationship genau? Laut Forschung von Mickey Langlais und Kollegen sind Situationships "romantische Beziehungen, die gemeinsame Zeit und körperliche sowie sexuelle Aktivitäten beinhalten, aber ohne Label und mit niedrigem Commitment". Ihr verhaltet euch wie ein Paar, aber ihr seid keins. Es gibt keine offizielle Beziehung, keine Labels, keine Verpflichtungen. Zumindest keine ausgesprochenen.

Die Situationship Bedeutung liegt genau in dieser Unklarheit. Es ist mehr als Freundschaft, weniger als Beziehung. Ihr seid keine Fremden, aber auch keine Partner. Ihr schwebt irgendwo dazwischen.

Das Wort selbst kommt aus dem Englischen und setzt sich aus "situation" und "relationship" zusammen. Es beschreibt eine Beziehung, die sich aus einer bestimmten Situation entwickelt hat, aber nie den nächsten Schritt gegangen ist. Vielleicht weil einer von euch nicht bereit war. Vielleicht weil ihr nie darüber geredet habt. Vielleicht weil es sich einfach so ergeben hat.

Wichtig ist: Eine Situationship ist keine Kategorie für Versager im Dating. Es ist ein Beziehungsmodell wie jedes andere auch. Nur eben eines, das auf Uneindeutigkeit basiert.

Situationship Anzeichen: 7 klare Hinweise

Bist du dir nicht sicher, ob du dich in einer Situationship befindest? Hier sind die deutlichsten Anzeichen, dass du in einer Situationship steckst.

1. Ihr habt "das Gespräch" nie geführt

Das Gespräch, bei dem man klärt, was man ist und wohin das führt. In einer Situationship wird dieses Gespräch umschifft wie ein Eisberg. Entweder weil niemand es ansprechen will oder weil jeder Versuch im Sand verläuft. "Lass uns einfach schauen, wie es sich entwickelt" ist der Klassiker.

2. Eure Pläne sind kurzfristig

Ihr plant vielleicht das Wochenende, aber nicht den Sommerurlaub. Langfristige Pläne gemeinsam zu machen würde bedeuten, dass ihr euch auf etwas festlegt. Und genau das passiert nicht.

3. Ihr seid keine Priorität füreinander

Wenn spontan etwas anderes dazwischenkommt, wird das Date verschoben. Ihr seid wichtig, aber nicht wichtig genug, um andere Dinge dafür abzusagen. Das Commitment fehlt.

4. Ihr kennt nicht alle wichtigen Menschen im Leben des anderen

Seine beste Freundin? Hast du nie getroffen. Ihre Familie? Weiß nicht mal, dass du existierst. In einer Situationship bleiben die Lebenskreise getrennt. Ihr teilt Betten, aber keine sozialen Welten.

5. Die Kommunikation ist unbeständig

Manchmal schreibt ihr jeden Tag. Dann wieder tagelang Funkstille.

Es gibt keine Erwartung an regelmäßigen Kontakt. Wenn einer mal abtaucht, fragt der andere nicht nach. Es ist halt so.

6. Intimität ohne Tiefe

Sex? Klar. Aber über echte Gefühle reden? Schwierig. In einer Situationship bleibt oft eine emotionale Distanz, selbst wenn körperlich alles stimmt. Ihr teilt Körper, aber nicht unbedingt Seelen.

7. Keiner von euch nutzt das Wort "Beziehung"

Ihr sagt "wir treffen uns" oder "wir sehen uns". Nie "mein Freund" oder "meine Freundin". Die Sprache verrät viel. Wenn niemand von Beziehung spricht, ist es wahrscheinlich keine.

Situationship vs. Freundschaft Plus: Der Unterschied

Die beiden werden oft verwechselt, aber sie sind nicht dasselbe.

Eine Freundschaft Plus ist klar definiert: Ihr seid Freunde, die miteinander schlafen. Das Fundament ist Freundschaft, der Sex ist das Extra. Beide wissen, was Sache ist. Niemand erwartet, dass daraus mehr wird.

Eine Situationship ist das genaue Gegenteil von klar. Es gibt romantische Gefühle, zumindest auf einer Seite. Es gibt Dates, gemeinsame Abende, vielleicht sogar Übernachtungen. Aber es gibt keine Absprache, was das bedeutet.

Bei einer Freundschaft Plus sagst du: "Wir sind Freunde, die Sex haben." Bei einer Situationship sagst du: "Ich weiß nicht, was wir sind."

Der entscheidende Unterschied liegt in der Erwartungshaltung. Bei Freundschaft Plus sind die Erwartungen niedrig und ausgesprochen. Bei einer Situationship sind die Erwartungen unklar, und das macht sie so kompliziert.

Situationship vs. Beziehung: Wo liegt die Grenze?

Eine Beziehung hat Labels, Verpflichtungen und meistens Exklusivität. Ihr wisst, was ihr seid. Ihr stellt euch gegenseitig vor als Partner. Es gibt ein "Wir".

In einer Situationship fehlt dieses "Wir". Zumindest das offizielle. Vielleicht fühlt es sich wie eine Beziehung an. Vielleicht verhaltet ihr euch wie ein Paar. Aber solange ihr es nicht aussprecht und beide zustimmen, bleibt es eine Situationship.

Die Grenze ist oft fließend. Manche Situationships fühlen sich an wie Beziehungen mit einem anderen Namen. Andere sind so lose, dass sie kaum mehr sind als gelegentliche Treffen.

Was eine Beziehung von einer Situationship unterscheidet, ist am Ende ein einziges Wort: Klarheit. Und genau diese Klarheit ist schwerer zu bekommen, als man denkt. Manche Menschen bleiben lieber in der Schwebe, als ein ehrliches Gespräch zu riskieren.

Warum entstehen Situationships?

Ich habe gesehen, wie Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen in Situationships landen. Hier sind die häufigsten:

Angst vor Zurückweisung. Das Gespräch zu suchen bedeutet, sich verletzlich zu machen. Was, wenn der andere nicht dasselbe will? Lieber schweigen und hoffen.

Bindungsangst. Manche Menschen wollen die Vorteile einer Beziehung ohne die Verpflichtungen. Eine Situationship bietet genau das. Nähe ohne Commitment.

Timing. Manchmal passt es einfach nicht. Einer ist gerade aus einer Beziehung raus, der andere zieht bald weg. Die Umstände sprechen gegen eine echte Beziehung.

Bequemlichkeit. Eine Situationship erfordert weniger Arbeit als eine Beziehung. Keine Kompromisse, keine Verantwortung, keine schwierigen Gespräche. Laut Pew Research gaben 40% der Dating-App-Nutzer an, dass ein Hauptgrund für die Nutzung "ungezwungenes Dating" ist.

Unklarheit über eigene Gefühle. Manchmal weiß man selbst nicht, was man will. Dann ist eine Situationship eine Art Warteposition.

Das Problem: Keiner dieser Gründe macht eine Situationship auf Dauer befriedigend, wenn du eigentlich mehr willst. Ich habe zu viele Menschen gesehen, die Monate damit verbracht haben, auf ein Zeichen zu warten, das nie kam.

Situationship Regeln: So navigierst du erfolgreich

Wenn du in einer Situationship bist und das auch bleiben willst, brauchst du Spielregeln. Diese Situationship Regeln helfen dir, nicht im Chaos zu versinken.

Regel 1: Sei ehrlich zu dir selbst

Willst du das hier wirklich? Oder hoffst du insgeheim, dass es doch noch eine Beziehung wird?

Wenn du eine Beziehung willst, ist eine Situationship selten der richtige Weg dorthin.

Regel 2: Kommuniziere offen

Sag, was du erwartest. Frag, was der andere erwartet. Das muss kein dramatisches Gespräch sein. Ein einfaches "Ich will nur sichergehen, dass wir auf derselben Seite sind" reicht oft. Forschung zeigt, dass emotionale Investition, Kommunikation über die Zukunft und das Gefühl, priorisiert zu werden, die wichtigsten Faktoren für Zufriedenheit in Situationships sind. Klare Situationship Regeln entstehen nur durch Gespräche, auch wenn sie unbequem sind.

Regel 3: Setze Grenzen

Was ist okay, was nicht? Dürft ihr andere Leute daten? Wie oft wollt ihr euch sehen? Welche Dinge sind tabu? Grenzen geben Struktur, auch ohne feste Beziehung. In meiner Erfahrung scheitern Situationships meist daran, dass niemand diese Grenzen ausspricht.

Regel 4: Halte deine Gefühle im Blick

Situationships haben die Tendenz, emotionale Landminen zu werden. Check regelmäßig bei dir selbst ein. Geht es dir noch gut mit der Situation? Oder frisst es dich langsam auf?

Regel 5: Hab einen Exit-Plan

Überleg dir vorher, bei welchen Punkten du aussteigen würdest. Wenn er anfängt, jemand anderes zu daten? Wenn sie dich monatelang nicht ihren Freunden vorstellt? Wisse, wo deine Schmerzgrenze liegt.

Wie lange dauert eine Situationship normalerweise?

Es gibt keine feste Regel. Manche Situationships dauern Wochen, andere Jahre.

Die meisten Experten sagen: Wenn ihr nach drei bis sechs Monaten immer noch nicht wisst, was ihr seid, solltet ihr das Gespräch suchen. Nicht weil es eine magische Zeitgrenze gibt, sondern weil länger warten selten etwas ändert.

Eine Situationship, die sich nach sechs Monaten nicht entwickelt hat, wird sich wahrscheinlich auch nach einem Jahr nicht entwickeln. Irgendwann musst du entscheiden, ob dir das reicht.

Interessant ist: Viele Situationships enden nicht mit einem klaren Schlussstrich. Sie versanden einfach. Die Treffen werden seltener, die Nachrichten weniger, bis irgendwann keiner mehr schreibt. Das ist oft schmerzhafter als eine saubere Trennung.

Situationship beenden: So machst du Schluss

Wenn du merkst, dass die Situationship dir nicht guttut, ist es Zeit zu gehen. Aber wie beendet man eine Situationship, die nie richtig angefangen hat?

Option 1: Das offene Gespräch

Sag einfach, was Sache ist. "Ich hab gemerkt, dass mir das nicht mehr reicht. Ich brauche mehr Klarheit, und die bekomme ich hier nicht. Deshalb will ich das beenden."

Ja, das ist unangenehm. Aber es ist auch respektvoll. Und es gibt beiden Seiten die Chance, sauber abzuschließen.

Option 2: Der langsame Ausstieg

Du ziehst dich zurück. Weniger Nachrichten, weniger Treffen. Die Situationship läuft langsam aus. Das ist einfacher, aber auch weniger fair. Der andere weiß vielleicht nicht, was los ist.

Option 3: Der klare Schnitt

Du sagst einmal, dass es vorbei ist, und dann brichst du den Kontakt ab. Keine langen Erklärungen, keine Diskussionen. Das funktioniert, wenn du weißt, dass Gespräche nur zu mehr Drama führen würden.

Mein Rat: Wenn die Situationship einigermaßen respektvoll war, verdient sie auch ein respektvolles Ende. Option 1 ist meistens der beste Weg. Ich habe zu oft gesehen, wie der langsame Ausstieg beide Seiten verletzt.

Von der Situationship zur Beziehung: Geht das?

Ja, aber es passiert nicht von allein.

Wenn du willst, dass aus der Situationship eine Beziehung wird, musst du das Gespräch suchen. Punkt. Es führt kein Weg daran vorbei.

Schritt 1: Kläre für dich, was du willst

Bevor du mit dem anderen redest, sei dir selbst klar. Willst du eine feste Beziehung? Exklusivität? Eine Zukunft zusammen? Wisse, was du forderst.

Schritt 2: Such dir den richtigen Moment

Nicht nach dem Sex. Nicht wenn einer von euch gestresst ist. Such einen ruhigen Moment, in dem ihr beide Zeit und Raum für ein echtes Gespräch habt.

Schritt 3: Sei direkt

Kein Drumherumreden. Sag, was du fühlst und was du willst. "Ich hab Gefühle für dich, und ich will wissen, ob du dir eine Beziehung vorstellen kannst."

Schritt 4: Höre zu

Die Antwort könnte nicht das sein, was du hören willst. Akzeptiere das. Wenn der andere keine Beziehung will, kannst du ihn nicht zwingen.

Schritt 5: Triff eine Entscheidung

Basierend auf der Antwort: Bleibst du, oder gehst du? Wenn du eine Beziehung willst und der andere nicht, ist Bleiben meistens keine gute Idee.

Wichtig: Eine Situationship wird nicht automatisch zur Beziehung, nur weil du es dir wünschst. Es braucht zwei Menschen, die das wollen. Wenn nur einer bereit ist, funktioniert es nicht.

Die Schattenseiten einer Situationship

Nicht alles an Situationships ist schlecht, aber sie haben echte Nachteile.

Emotionale Unsicherheit. Nicht zu wissen, wo man steht, ist auf Dauer zermürbend. Besonders wenn du jemand bist, der Klarheit braucht.

Einseitige Gefühle. Oft entwickelt einer mehr Gefühle als der andere. Das führt fast immer zu Schmerz.

Vertane Zeit. Wenn du eigentlich eine Beziehung suchst, kann eine Situationship dich davon abhalten, jemanden zu finden, der dasselbe will.

Selbstwertprobleme. "Bin ich nicht gut genug für eine echte Beziehung?" ist ein Gedanke, den viele Menschen in Situationships haben. Das ist Gift für das Selbstbild.

Kein echter Abschluss. Wenn Situationships enden, gibt es oft keine Trennung im klassischen Sinne. Das macht es schwerer, abzuschließen und weiterzumachen.

Studien zeigen, dass alle Teilnehmerinnen emotionale Schäden erlitten, darunter erhöhte Angst, Unsicherheit, Depression und das Gefühl, benutzt worden zu sein.

Wann eine Situationship okay ist

Situationships sind nicht per se schlecht. Sie können sogar genau richtig sein, wenn:

  • Du gerade keine Kapazität für eine echte Beziehung hast
  • Du nach einer langen Beziehung erstmal durchatmen willst
  • Du selbst nicht weißt, was du willst, und Zeit brauchst
  • Beide Seiten wirklich zufrieden mit der Situation sind
  • Es dir guttut und nicht schadet

Der Schlüssel ist Ehrlichkeit. Wenn du und die andere Person beide wissen, worauf ihr euch einlasst, und beide okay damit sind, kann eine Situationship funktionieren.

Problematisch wird es, wenn einer mehr will als der andere. Oder wenn du dir einredest, dass dir die Situationship reicht, obwohl du eigentlich leidest.

Was du aus einer Situationship lernen kannst

Jede Erfahrung hat ihren Wert. Auch eine Situationship, die nicht gut geendet hat, kann dir etwas beibringen.

Du lernst, was du wirklich willst. Manchmal muss man in einer Situationship stecken, um zu merken, dass man eigentlich Klarheit braucht.

Du lernst, deine Bedürfnisse zu kommunizieren. Viele Menschen haben Schwierigkeiten, auszusprechen, was sie wollen. Eine Situationship zwingt dich, diese Fähigkeit zu entwickeln, auch wenn du sie vielleicht erst beim nächsten Mal anwendest.

Du lernst, Grenzen zu setzen. Und sie durchzusetzen.

Du lernst, auf deine Gefühle zu hören. Wenn etwas sich nicht richtig anfühlt, ist es das wahrscheinlich auch nicht.

Meine persönliche Meinung

Ich halte Situationships für ein zweischneidiges Schwert.

Auf der einen Seite finde ich es gut, dass wir heute mehr Beziehungsmodelle haben als nur "Single" oder "vergeben". Nicht jede Verbindung muss in eine Ehe münden. Nicht jedes Treffen braucht ein Label. Alternative Beziehungsmodelle wie ethische Nicht-Monogamie zeigen, dass es viele Wege gibt, Nähe zu leben.

Auf der anderen Seite sehe ich, wie viele Menschen in Situationships leiden, ohne es sich einzugestehen. Sie bleiben, weil sie hoffen. Sie schweigen, weil sie Angst haben. Und am Ende sind sie verletzt, obwohl sie "nie zusammen waren".

Wenn du in einer Situationship bist und glücklich damit, freut mich das ehrlich. Wenn du in einer Situationship bist und eigentlich mehr willst, tu dir selbst einen Gefallen: Sprich es an. Ja, das ist riskant. Aber die Alternative ist, Monate oder Jahre in einer Unklarheit zu verbringen, die dich langsam auffrisst.

Du verdienst Klarheit. Ob die Antwort "ja" oder "nein" ist.


Häufig gestellte Fragen

Situationship ist ein englischer Begriff, der sich aus "situation" (Situation) und "relationship" (Beziehung) zusammensetzt. Auf Deutsch würde man es vielleicht als "unverbindliche Beziehung" oder "Beziehung ohne Label" übersetzen. Die Situationship Bedeutung liegt in der Unklarheit: Es beschreibt eine romantische Verbindung, die nicht klar definiert ist.

Nein. Bei Freundschaft Plus sind beide Seiten sich einig: Es geht um Sex zwischen Freunden, nicht um romantische Gefühle. Eine Situationship ist unklarer. Oft gibt es romantische Gefühle, aber keine Absprache darüber, was die Verbindung bedeutet. Der größte Unterschied: Bei Freundschaft Plus wissen beide, woran sie sind.

Es gibt keine feste Regel, aber nach drei bis sechs Monaten sollte man das Gespräch suchen. Wenn die Situation sich bis dahin nicht geklärt hat, wird sie es wahrscheinlich auch später nicht tun. Irgendwann musst du entscheiden, ob dir das genug ist.

Ja, aber nur wenn beide Seiten das wollen. Dafür braucht es ein offenes Gespräch über Gefühle und Erwartungen. Von allein passiert das selten. In meiner Erfahrung braucht es Mut, dieses Gespräch zu führen. Aber es lohnt sich immer, Klarheit zu haben.

Am besten mit einem ehrlichen Gespräch. Sag klar, dass die Situation dir nicht mehr reicht und du dich zurückziehen willst. Das ist respektvoll und gibt beiden Seiten die Möglichkeit, sauber abzuschließen. Eine Situationship beenden ist schwer, aber wichtiger als in einer unglücklichen Grauzone zu bleiben.

Dating-Apps haben das Kennenlernen beschleunigt, aber auch unverbindlicher gemacht. Viele Menschen haben Angst vor Zurückweisung oder scheuen sich vor Commitment. Eine Situationship bietet Nähe ohne die "Risiken" einer echten Beziehung. Aber sicheres Dating bedeutet auch, ehrlich über Erwartungen zu sprechen.

Das kommt darauf an. Wenn beide Seiten zufrieden sind und wissen, worauf sie sich einlassen, können Situationships funktionieren. Wenn einer mehr will als der andere oder niemand offen kommuniziert, führen sie oft zu emotionalem Stress. Eine positive Einstellung zu Sexualität und Kommunikation hilft, gesunde Grenzen zu setzen.


Quellen & Referenzen

  1. 1 Daten von Tinder einen Anstieg um 49%
  2. 2 Forschung von Mickey Langlais und Kollegen
  3. 3 Laut Pew Research
  4. 4 Forschung zeigt