Was ist das?
Facesitting ist genau das, wonach es klingt: Eine Person setzt sich auf oder über das Gesicht der anderen, typischerweise für orale Stimulation, was sie zu einer beliebten Oralverkehr Position in intimen Spielen macht. Diese BDSM Position verbindet körperliche Lust mit psychologischen Elementen. Die Person oben (oft "Sitter" genannt) positioniert sich so, dass der Partner Mund und Zunge an den Genitalien einsetzen kann.
Aber hier ist der Punkt - Facesitting dreht sich um mehr als nur die körperliche Empfindung. Da passiert ein echter Machtaustausch. Die Person oben kontrolliert das Tempo, den Druck, den Winkel. Die Person unten? Die gibt diese Kontrolle ab und konzentriert sich ganz darauf, Lust zu schenken. Diese Dynamik zieht viele Menschen zu dieser Position, verglichen mit konventionelleren Oral-Arrangements.
In BDSM-Kreisen heißt die Praktik "Queening" (oder "Kinging", wenn ein Mann oben sitzt) - ein Begriff, der dieses Gefühl von Verehrung und Hingabe einfängt, das in der Handlung steckt.
Warum Menschen es genießen
Für die Person oben:
- Du kontrollierst alles - den Winkel, den Druck, wie lange es dauert - Es hat etwas Mächtiges, buchstäblich angebetet zu werden - Die Position liefert oft intensivere Stimulation als passiv dazuliegen - Visueller und psychologischer Kick der Dominanz (falls das dein Ding ist)
Für die Person unten:
- Kompletter Fokus aufs Geben von Lust - keine Ablenkungen - Die Verletzlichkeit erzeugt bei manchen einen intensiven Headspace - Sensorisches Eintauchen - umgeben von deinem Partner - Der "benutzt werden"-Aspekt spricht submissive Wünsche an
Für beide:
- Das nötige Vertrauen und die Intimität lassen es verbundener wirken als gewöhnlicher Oralsex - Bricht die Routine auf, falls euer Sexleben vorhersehbar geworden ist
Das Spektrum
| Stufe | Phase | Worum es geht |
|---|---|---|
| Leicht | Leicht | Die sitzende Person schwebt knapp über dem Gesicht des Partners und stützt den Großteil des eigenen Gewichts mit den Oberschenkeln oder indem sie sich am Kopfteil festhält. Viel Blickkontakt möglich. Einfach zu kommunizieren. Guter Startpunkt. |
| Moderat | Moderat | Mehr Gewichtsverlagerung, wobei die sitzende Person sich noch etwas abstützt. Der Partner unten hat weniger Bewegungsfreiheit, kann aber immer noch leicht abbrechen. Hier landen die meisten, sobald sie sich wohlfühlen. |
| Intensiv | Intensiv | Volle Gewichtsbelastung, oft kombiniert mit Atemrestriktion. Die Person unten hat begrenzte Kontrolle über das Tempo. Klare Signale und absolutes Vertrauen erforderlich. Manche bauen Seil-Bondage ein, um den Machtaustausch zu verstärken. |
| mit equipment | Mit Equipment | Queening-Stühle oder Smotherboxen ermöglichen längere Sessions ohne Beinermüdung. Eher ein Ding für dediziertes BDSM - nicht nötig, um Facesitting casual zu genießen. |
Erste Schritte
Redet vorher darüber.
Nicht beim Vorspiel - davor. Frag deinen Partner, ob Interesse besteht. Besprecht, wer wo sitzt (die Rollen sind nicht geschlechtsspezifisch). Vereinbart ein Signal für "ich brauche eine Pause", da verbale Kommunikation schwierig wird.
Fangt langsam an.
Die sitzende Person sollte erstmal schweben und dem Partner Zeit geben, sich an die Position zu gewöhnen. Steigert den Kontakt graduell, wenn ihr beide euch wohlfühlt.
Kissen sind deine Freunde.
Leg eins unter den Kopf deines Partners. Das verbessert den Winkel und schont den Nacken. Ein Kissen unter deinen Knien hilft auch, wenn du oben bist.
Finde deinen Winkel.
Jede Anatomie ist anders. Experimentiert mit Vorwärts- versus Rückwärts-Facesitting (Reverse Face Sitting). Kleine Anpassungen machen einen großen Unterschied bei dem, was sich gut anfühlt.
Checkt oft ein.
Besonders die ersten Male. Ein einfaches Handsignal - wie zweimal klopfen für "brauche Luft" - funktioniert, wenn Reden nicht möglich ist.
Sicherheit & Kommunikation
Atmen ist wichtig.
Falls ihr Atemspiele einbaut (den Luftstrom absichtlich einschränkt), kennt die Risiken. Das ist nichts zum Improvisieren. Die Person oben sollte sich häufig anheben, um Atmen zu ermöglichen, besonders am Anfang.
Gewichtsverteilung.
Die sitzende Person kann kontrollieren, wie viel Gewicht sie tatsächlich ablegt. Fangt leicht an. Die Person unten kann mit den Händen führen.
Non-verbale Signale.
Vereinbart diese vorher. Zweimal klopfen = brauche Pause. Dreimal klopfen = kompletter Stopp. Funktioniert besser als zu versuchen zu reden.
Körperliche Grenzen.
Kieferermüdung ist real. Nackenverspannung passiert. Macht Pausen. Wechselt die Aktivität. Niemand muss durch Unbehagen durchpowern.
Hygiene.
Duscht vorher, falls das einem von euch wichtig ist. Ziemlich unkompliziert. Noch etwas: Ein klares Ja von beiden ist nicht verhandelbar. Wenn jemand zögert, dränge nicht. Kommt ein anderes Mal darauf zurück oder lasst es ganz sein.