BDSM

Shibari

Intensität
Sanft bis Intensiv

Auf einen Blick

Kategorie
BDSM
Auch bekannt als
Kinbaku, japanische Fesselkunst, Seilkunst
Intensitätsbereich
Sanft bis Intensiv
Erfordert
Weiches Seil (6-8mm Jute oder Baumwolle), Grundkenntnisse, Geduld
Gut für
Paare Menschen die tiefere Verbindung suchen Kunstinteressierte

Was ist Shibari?

Shibari ist die japanische Seilkunst, bei der jemand mit Seilen in dekorativen, oft kunstvollen Mustern gefesselt wird. Die Shibari Bedeutung kommt vom japanischen Wort für "binden" oder "fesseln". Anders als bei reiner Fixierung steht bei Shibari die Ästhetik im Vordergrund, das Zusammenspiel von Empfindung und emotionaler Verbindung zwischen der Person, die fesselt (Rigger genannt) und der gefesselten Person (Model oder Bunny).

Was Shibari von anderen Formen des Bondage unterscheidet, ist die Intention. Westliches Bondage zielt oft auf Bewegungseinschränkung. Shibari konzentriert sich auf das Erlebnis selbst, den langsamen, bewussten Prozess des Seilwickelns um den Körper des Partners, das Erschaffen von Mustern, die seine Form betonen und gleichzeitig Vertrauen und Intimität aufbauen.

Die Praxis entwickelte sich aus Hojojutsu, einer Kampfkunst der Samurai zur Gefangenenfesselung. Anfang des 20. Jahrhunderts begannen japanische Künstler, diese Techniken für erotische und künstlerische Zwecke anzupassen. So entstand, was wir heute Kinbaku (bedeutet "festes Binden") oder Shibari nennen. Heute wird es in Schlafzimmern, bei Workshops, in Fotostudios und auf Bühnen weltweit praktiziert.

Häufige Fragen

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