Sonstiges

Pegging

Intensität
Sanft bis Intensiv

Auf einen Blick

Kategorie
Sonstiges
Auch bekannt als
Strap-on-Sex, Rollenumkehr, BOBing
Intensitätsbereich
Sanft bis Intensiv
Erfordert
Umschnalldildo, Harness, hochwertiges Gleitgel
Gut für
Paare die neue Dynamiken suchen Prostata-Erkundung Machtaustausch

Was ist Pegging?

Pegging bezeichnet eine Sexpraktik, bei der eine Person mit einem Umschnalldildo eine andere anal penetriert. Der Begriff bedeutet technisch gesehen, dass eine Frau einen Mann penetriert, aber ehrlich gesagt funktioniert die Praktik bei jeder erdenklichen Geschlechterkombination. Der Kolumnist Dan Savage prägte den Begriff 2001, nachdem Leser über Alternativen zum sperrigen "Bend Over Boyfriend" abgestimmt hatten. Dieser Name stammte von einem Aufklärungsfilm aus dem Jahr 1998, der Pegging erstmals in die öffentliche Diskussion brachte. Während sich Pegging speziell auf diese Dynamik bezieht, umfasst die breitere Welt von Umschnalldildo-Equipment und Techniken viele Herangehensweisen an diese Art von Spiel.

Was du wissen solltest: Pegging hat nichts mit sexueller Orientierung zu tun. Dr. Justin Lehmiller vom Kinsey Institute bringt es auf den Punkt: "Jeder, der eine Prostata hat, kann potenziell einen Prostata-Orgasmus erleben, unabhängig von Geschlechtsidentität oder sexueller Orientierung." Die Anatomie funktioniert gleich, egal ob du hetero, schwul oder irgendwo dazwischen bist.

Die Praktik hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Forschungsdaten von Oktober 2023 zeigen, dass 16% der Erwachsenen Pegging ausprobiert haben, wobei 60% der Männer angeben, davon fantasiert zu haben. Der Verkauf entsprechender Ausrüstung steigt jährlich um 44%. Das ist längst keine Randerscheinung mehr.

Das Intensitätsspektrum

Diese Praktik kann auf unterschiedlichen Intensitätsstufen erlebt werden.

Leicht Mittel Intensiv

Sicherheit & Kommunikation

Grundlegende Sicherheitsregeln:

- Der Analkanal hat keine natürliche Befeuchtung. Benutzt großzügige Mengen Gleitgel und tragt regelmäßig nach. - Fangt langsam an. Schmerz bedeutet aufhören. Niemals betäubende Produkte verwenden, die Warnsignale maskieren. - Niemals ein Toy vom Anus zur Vagina bewegen ohne gründliche Reinigung oder ein neues Kondom. - Bei Hämorrhoiden oder Analfissuren auf vollständige Heilung warten.

Einverständnis-Rahmen:

Legt vor dem Spiel Safewörter fest. Das Ampelsystem funktioniert gut: Grün (gut, weiter so), Gelb (Pause, lass uns reden), Rot (sofort aufhören). Jeder Partner kann jederzeit jede Farbe nennen, ohne erklären zu müssen. Während des Spiels sollte der gebende Partner regelmäßig nachfragen. "Wie fühlt sich das an?" und "Bereit für mehr?" sind eure Freunde. Achtet auch auf nonverbale Zeichen: Anspannung, Wegziehen, Atemveränderungen, die nicht nach Lust klingen.

Nachsorge ist wichtig.

Pegging kann emotional intensiv sein, besonders für Männer, die zum ersten Mal penetriert werden. Plant Kuscheln, verbale Bestätigung und emotionales Nachfragen in den folgenden Tagen ein. Diese Verletzlichkeit verdient Anerkennung.

Wann zum Arzt:

Blutungen über leichtes Schmieren hinaus, anhaltende Schmerzen Tage nach dem Spiel, Anzeichen einer Infektion (Fieber, ungewöhnlicher Ausfluss) oder jegliche Sorgen über Verletzungen rechtfertigen ärztliche Aufmerksamkeit.

Häufige Fragen

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