BDSM

Smothering

Intensität
Moderat bis Intensiv

Auf einen Blick

Kategorie
BDSM
Auch bekannt als
Facesitting mit Atemkontrolle, Atemspiel, Gesichtssitzen, Queening (bei weiblicher Dominanz)
Intensitätsbereich
Moderat bis Intensiv
Erfordert
Non-verbale Signale, Vertrauen, Sicherheitsbewusstsein, Erfahrung empfohlen
Gut für
Erfahrene Praktizierende Paare mit etabliertem Vertrauen

Was ist Smothering?

Der Smothering Fetisch ist eine Form des Atemspiels, bei der ein Partner die Atmung des anderen einschränkt, indem er dessen Gesicht mit Körperteilen bedeckt—typischerweise mit dem Po, den Oberschenkeln, Brüsten oder Händen. Anders als beim Würgen, das Druck auf den Hals ausübt, funktioniert Smothering durch direktes Blockieren von Nase und Mund.

Die Praxis liegt an der Schnittstelle zwischen Facesitting und Atemkontrolle. Während Facesitting rein um Oralsex oder Positionierung gehen kann, beinhaltet Smothering gezielt ein Element der Atembeschränkung. Stell dir das als Facesitting mit absichtlicher Luftbegrenzung vor.

Die meisten Praktizierenden beschreiben Smothering als intensive Vertrauensübung. Die Person auf der empfangenden Seite gibt die Kontrolle über etwas so Grundlegendes wie die eigene Atmung ab. Diese Verletzlichkeit, kombiniert mit körperlicher Empfindung, erzeugt die psychologische Intensität, die viele ansprechend finden.

Aber genau diese Intensität macht Smothering zu einer der riskanteren Aktivitäten im BDSM. Das musst du verstehen, bevor du weiter erkundest.

Warum Menschen es genießen

1

Machtaustausch in seiner direktesten Form.

Wenn jemand deine Atmung kontrolliert, wird die Machtdynamik unmöglich zu ignorieren. Für Dominante fühlt sich diese Kontrolle absolut an. Für Submissive ist die Hingabe total. Es gibt keine Möglichkeit, eine der Rollen vorzutäuschen, wenn's um die Atmung geht.

2

Der physiologische Rausch.

Kurze Sauerstoffreduktion gefolgt von Freigabe löst eine Flut von Dopamin und Endorphinen aus. Dieser Moment, wenn die Atmung wieder einsetzt, kann sich euphorisch anfühlen. Manche beschreiben's als veränderten Bewusstseinszustand, der alles andere verstärkt.

3

Sensorische Überflutung auf die beste Art.

Smothering kombiniert Wärme, Druck, Geruch, Hautkontakt und Einschränkung auf einmal. Das Gehirn verarbeitet mehrere intensive Inputs gleichzeitig. Für Menschen, die nach überwältigenden Empfindungen suchen, trifft das anders als die meisten anderen Aktivitäten.

4

Intimität durch extremes Vertrauen.

Die Kontrolle über deine Atmung abzugeben erfordert vollständiges Vertrauen. Partner, die Smothering sicher praktizieren, berichten oft, dass es ihre Verbindung vertieft, gerade weil sich die Einsätze so real anfühlen.

Das Intensitätsspektrum

Diese Praktik kann auf unterschiedlichen Intensitätsstufen erlebt werden.

Leicht Mittel Intensiv

Erste Schritte

1

1. Bildet euch darüber, was schiefgehen kann.

Lies den Sicherheitsabschnitt unten. Versteh Herzrisiken, die Unvorhersehbarkeit des menschlichen Körpers, und warum du nicht einfach "vorsichtig sein" kannst. Beide Partner brauchen diese Informationen.

2

2. Startet mit null Einschränkung.

Übt Facesitting-Positionen ohne jegliche Atembegrenzung. Werdet bequem mit Positionierung, Gewichtsverteilung und allgemeinem Komfort, bevor ihr irgendein Atemelement hinzufügt.

3

3. Etabliert non-verbale Signale, bevor ihr sie braucht.

Wenn dein Mund bedeckt ist, kannst du nicht sprechen. Vereinbart klare Signale: Ein doppeltes Klopfen bedeutet sofort aufhören, zum Beispiel. Oder einen Gegenstand halten und fallenlassen als Alarm. Übt diese, während nichts Intensives passiert.

4

4. Haltet anfängliche Einschränkung auf Sekunden.

Zähle buchstäblich: eins, zwei, drei, loslassen. Schon fünf Sekunden vollständige Einschränkung sind bedeutsam. Du misst in einstelligen Zahlen, nicht Minuten.

5

5. Bleibt komplett nüchtern.

Alkohol und Drogen beeinträchtigen das Urteilsvermögen und verlangsamen Reaktionen. Genau das, was du dir nicht leisten kannst, wenn du jemandes Atmung überwachst.

Sicherheit & Kommunikation

Warum Herzrisiko hier wichtig ist:

Druck auf bestimmte Bereiche kann eine vagale Reaktion auslösen, bei der das Herz langsamer wird oder stoppt. Das kann ohne Vorwarnung passieren. Das erste Zeichen, dass etwas falsch läuft, ist oft der Notfall selbst.

Andere Risiken umfassen:

Hirnschäden durch Sauerstoffmangel (kumulativ bei wiederholter Praxis), Bewusstlosigkeit, Aspiration und verzögerte Komplikationen, die Stunden nach scheinbar problemlosem Spiel auftreten.

Kommunikation ist deine einzige Verteidigung.

Da verbale Kommunikation während Smothering nicht möglich ist, sind non-verbale Systeme kritisch: - Tap-out-System: Doppeltes oder dreifaches Klopfen auf den Körper des Partners bedeutet sofort aufhören - Gegenstand fallenlassen: Halte einen Ball, Schlüssel oder ein Quietschtier. Fallenlassen signalisiert Not - Handsignal: Vorher vereinbarte Geste wie Peace-Zeichen oder Daumen runter - Kontinuierliche Check-ins: Der dominante Partner fragt regelmäßig und achtet auf Reaktion

Rote Flaggen, die sofortiges Stoppen erfordern:

Keine Reaktion auf Signale, ungewöhnliche Geräusche, Körper wird schlaff, sichtbare Belastung, alles was sich "falsch" anfühlt. Vertrau deinem Bauchgefühl und stopp.

Nachsorge ist wichtig.

Beobachte deinen Partner danach auf Husten, Verwirrung, Brustschmerzen oder ungewöhnliches Verhalten. Verzögerte Symptome können auf ernste Probleme hinweisen.

Häufige Fragen

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